Leitfaden zum Flottenladen über Nacht

Planen Sie die Ladenacht rückwärts von der nächsten Abfahrt.

Gruppieren Sie Fahrzeuge danach, wann sie abfahren müssen, berechnen Sie die nachzuladende Energie je Gruppe und planen Sie das Laden innerhalb der bestätigten Standortleistung. Die Zahl der Ladepunkte folgt erst nach dem Betriebsplan.

Anfrage zur Flottenladung erstellen
Beispiel für einen Abfahrtsplan Illustratives Depot einer Rückkehrflotte mit AC-Ladeplätzen über Nacht, priorisiertem Laden und Abfahrtsplanung
Beginnen mit Abfahrtsgruppen

Fahrzeuge mit derselben spätesten Abfahrtszeit werden gemeinsam geplant.

Kernberechnung Energie geteilt durch Zeit

Jede Gruppe muss ihre Energie innerhalb des nutzbaren Anschlussfensters nachladen.

Steuerregel Abfahrtsbereitschaft sichern

Leistung nach Frist verteilen und zugleich die bestätigte Standortgrenze einhalten.

01 — DIE KURZANTWORT

Eine Flotte ist bereit, wenn jede Abfahrtsgruppe ihre benötigte Energie vor dem Einsatz erhält.

Bemessen Sie das Depot nicht allein nach Gesamtfahrzeugzahl oder maximaler Ladegeräteleistung. Nutzen Sie tatsächliche Rückkehrzeiten, nächste Abfahrten, Ankunftsenergie, Tourenergie und die nutzbare Obergrenze der Standortleistung.

Jede Abfahrtsgruppe folgt einem dieser drei Ladewege
  1. 01

    Die Energie passt in Anschlussfenster und Standortgrenze: gesteuerte Nachtladung planen.

  2. 02

    Eine kleinere Gruppe hat ein kurzes Fenster: priorisiertes Laden, einen leistungsstärkeren Ladepunkt oder einen betrieblichen Fahrzeugtausch für diese Gruppe abgleichen.

  3. 03

    Die Gruppe verfehlt die Frist weiterhin: Tour, Fahrzeug, Ladefenster oder Elektroplanung vor der Gerätebestellung ändern.

02 — FÜNF PLANUNGSENTSCHEIDUNGEN

Erstellen Sie den Zeitplan, bevor Sie die Anzahl der Ladepunkte festlegen.

Erstellen Sie zuerst den Nachtfahrplan und stimmen Sie anschließend Ladegeräte, Leistungssteuerung und Software auf jede Abfahrtsfrist ab.

  1. 01

    Fahrzeuge nach Abfahrt gruppieren

    Erfassen Sie normale Rückkehrzeit, Anschlusszeit und nächste erforderliche Abfahrt. Fahrzeuge mit derselben Frist bilden eine Planungsgruppe.

  2. 02

    Energielücke bestimmen

    Schätzen Sie anhand repräsentativer Touren oder Telematik die Ankunftsenergie und den Bedarf des nächsten Einsatzzyklus, einschließlich relevanter Einflüsse durch Wetter, Gelände, Ladung und Nebenverbraucher.

  3. 03

    Gruppenleistung berechnen

    Teilen Sie die am Ladeanschluss benötigte Energie durch die nutzbaren Anschlussstunden. Wiederholen Sie dies für jede Abfahrtsgruppe, statt die gesamte Flotte zu mitteln.

  4. 04

    Gruppen in die Standortleistung einpassen

    Legen Sie die Gruppen auf das Lastprofil des Gebäudes, erzwingen Sie die bestätigte Ladeobergrenze und priorisieren Sie Fahrzeuge nach Abfahrtsbedarf.

  5. 05

    Ausnahmen vor der Finalisierung testen

    Modellieren Sie verspätete Rückkehr, niedrigen Ankunftsladezustand, nicht verfügbare Ladepunkte, geänderte Touren und versäumtes Anschließen. Pilotieren Sie anschließend und vergleichen Sie echte Ladedaten mit dem Plan.

03 — ZWEI BEGRIFFE OHNE FACHJARGON

Die Nacht ist ein Fahrplan und kein einziger langer Ladevorgang.

Abfahrtsgruppe

Fahrzeuge mit derselben spätesten Abfahrtszeit

Planen Sie jede Gruppe nach ihrer benötigten Energie und den Stunden, in denen sie vor dem Einsatz tatsächlich angeschlossen ist.

Gesteuertes Laden

Eine Verkehrssteuerung für die Standortleistung

Sie verändert Ladezeit oder Ladeleistung anhand von Fahrzeugbedarf, Gebäudelast und bestätigter Leistungsobergrenze des Standorts.

04 — Prüfen, ob jedes Fahrzeug rechtzeitig bereit ist

Berechnen Sie jeweils eine Abfahrtsgruppe.

Erforderliche durchschnittliche Ladeleistung (kW) = nachzuladende Energie der Gruppe (kWh) ÷ tatsächlich angeschlossene Stunden (h) Beispiel: Benötigt eine Gruppe 360 kWh und ist 9 Stunden angeschlossen, sind vor der Betriebsreserve durchschnittlich 40 kW erforderlich.

Ziehen Sie Zeiten vor dem Anschließen, nach der Abfahrt, während Wartung oder bei blockiertem Zugang ab. Die Endleistung muss außerdem zu Fahrzeugen, Ladegeräten und der bestätigten Standortgrenze passen.

05 — Laden an das Parkfenster anpassen

Unterschiedliche Abfahrtszeiten benötigen unterschiedliche Laderegeln.

Wählen Sie die Zeile, die Ihrer Flotte am nächsten kommt, und bestätigen Sie anschließend die noch fehlenden Fahrzeug- und Standortdaten.

Planbare Rückkehr über Nacht

Betriebsfenster
Fahrzeuge kehren zuverlässig zurück und bleiben bis zur nächsten Schicht geparkt.
Planungsansatz
Nutzen Sie das gesamte Anschlussfenster und staffeln Sie das Laden innerhalb der Standortleistungsgrenze.
Vor der Auslegung bestätigen
Ankunftsenergie, Bedarf der nächsten Tour, tatsächliche Anschlusszeit und AC-Aufnahmeleistung des Fahrzeugs.

Gestaffelte Rückkehr und Abfahrt

Betriebsfenster
Fahrzeuge kommen und fahren in mehreren Wellen statt in einer gemeinsamen Schicht.
Planungsansatz
Bilden Sie getrennte Abfahrtsgruppen und berechnen Sie die verfügbare Leistung neu, sobald Gruppen ankommen oder abfahren.
Vor der Auslegung bestätigen
Tourenplan, wechselnde Gebäudelast, Ladepunktbelegung und Eingaben für das Planungssystem.

Gruppe mit kurzer Wendezeit

Betriebsfenster
Eine kleinere Gruppe kehrt spät zurück, fährt eine zweite Schicht oder hat wenig Zeit zum Nachladen.
Planungsansatz
Abgleichen Sie nur für diese begrenzte Gruppe gezielt höhere Ladeleistung oder eine betriebliche Neuzuordnung.
Vor der Auslegung bestätigen
DC-Aufnahme des Fahrzeugs, Anschluss, Standzeit, Kabelreichweite, Standortbedarf und Ersatzfahrzeug.

Schwere Zugmaschine oder Spezialbetrieb

Betriebsfenster
Große Traktionsbatterien, Anhängergeometrie, Kabelhandhabung oder sehr kurze Lkw-Wendezeiten bestimmen das Projekt.
Planungsansatz
Nutzen Sie die Planung für Schwerlast-Ladehöfe bei Zugmaschinen- und Anhängerbewegungen, hohem Energiebedarf und spezieller Kabelführung.
Vor der Auslegung bestätigen
Fahrzeuganschluss und Aufnahmeleistung, Verkehrsführung von Zugmaschine und Anhänger, Sicherheitszonen, Kabelhandhabung und Entscheidung des Netzbetreibers.
06 — SYSTEMEBENEN FÜR PÜNKTLICHE ABFAHRTEN

Vier Ebenen machen aus dem Nachtplan ein betriebsfähiges Depot.

Stimmen Sie Parkabdeckung, gezieltes Nachladen, Leistungssteuerung und Flottenüberwachung auf jede Abfahrtsfrist ab.

ANSCHLIESSEN

Ladepunkte für die Nacht

Parkplatzabdeckung + fahrzeugkompatible Leistung In Ihrem Angebot spezifiziert
Warum Bestandteil der Lösung

Hält Fahrzeuge während der verfügbaren Stunden angeschlossen, damit gesteuertes Laden genug Spielraum zum Erfüllen der Abfahrtsgruppen hat.

Gewerblicher AC-Ladepunkt für den Parkplatz einer Rückkehrflotte
NACHLADEN

Priorisiertes Nachladen

Ausgewählte DC-Ladepunkte + Fahrzeuge mit kurzem Fenster In Ihrem Angebot spezifiziert
Warum Bestandteil der Lösung

Ergänzt gezieltes Nachladen für Fahrzeuge, deren Energiebedarf nicht in ein längeres Fenster mit niedrigerer Leistung passt; es ist kein festes Verhältnis für die gesamte Flotte.

Gewerblicher DC-Ladepunkt für ausgewählte Flottenfahrzeuge mit kurzem Zeitfenster
SCHÜTZEN

Steuerung der Standortleistung

Leistungsobergrenze + Priorität nach Abfahrtsfrist In Ihrem Angebot spezifiziert
Warum Bestandteil der Lösung

Koordiniert das Laden mit der Gebäudelast und verteilt verfügbare Leistung nach den freigegebenen Betriebsregeln.

Leistungssteuerung und Elektroverteilung eines EV-Flottendepots
BETREIBEN

Betriebsebene für Flottenladen

Fahrzeugstatus + Zeitpläne + Ausnahmen In Ihrem Angebot spezifiziert
Warum Bestandteil der Lösung

Zeigt Ladefortschritt, Abfahrtsbereitschaft und Ausnahmen, damit Mitarbeitende handeln können, bevor ein Fahrzeug den Einsatz verpasst.

Betriebssoftware für Flottenladen zur Überwachung der Abfahrtsbereitschaft
07 — Angaben für Ihr Angebot

Senden Sie die Daten, die entscheiden, ob die Nacht ausreicht.

Sie benötigen nicht alle Angaben, um zu beginnen. Je mehr Standortdaten Sie bereitstellen, desto genauer lassen sich Ausstattung und Leistungsumfang kalkulieren.

  • Fahrzeugzahl der ersten Ausbaustufe und späteren Erweiterung nach Klasse und Modell
  • Fahrzeuganschluss sowie Angaben des Herstellers zur AC- und DC-Aufnahmeleistung
  • Repräsentative Touren, Entfernung, Energieverbrauch und Telematik, soweit vorhanden
  • Normale und späteste Rückkehrzeit jeder Fahrzeuggruppe
  • Erforderliche Abfahrtszeit und Zielenergie bei Abfahrt für jede Gruppe
  • Ladezustand bei Ankunft oder üblicherweise am Ladeanschluss nachgeladene Energie
  • Wetter, Gelände, Ladung und Nebenverbraucher, die den Energiebedarf verändern
  • Verspätete Rückkehr, zweite Schichten, Einsatzfahrzeuge und weitere Ausnahmen
  • Parkplan, zugeordnete Ladeplätze, Anschlussreichweite und Fahrzeugführung
  • Bestätigte Standortleistung, Spannung, Gebäudelastprofil und Einlinienschaltbild
  • Netztarif, Zeiträume mit Leistungspreisen und mögliche Versorgungsgrenzen
  • Netzabdeckung, Softwareintegration, Ersatzbetrieb und Erweiterungsplan
08 — FRAGEN ZUR FLOTTENPLANUNG

Antworten, bevor Sie den Nachtladeplan freigeben.

01 Wie erkenne ich, ob meine Flotte über Nacht vollständig laden kann?

Berechnen Sie für jede Abfahrtsgruppe die am Ladeanschluss benötigte Energie und teilen Sie sie durch die nutzbaren Anschlussstunden. Abgleichen Sie danach den zeitabhängigen Ladeplan gegen Fahrzeuggrenzen, Ladepunktverfügbarkeit, Gebäudelast und bestätigte Standortleistungsgrenze.

02 Benötigt jedes Flottenfahrzeug einen eigenen Ladepunkt?

Nicht als universelle Regel. Eigene Ladepunkte mit niedriger Leistung können zu lange geparkten Fahrzeugen passen, während gemeinsam genutzte leistungsstärkere Ladepunkte ausgewählte Fahrzeuge mit kurzem Fenster versorgen. Parkzugang, Anschlussreichweite, Einsatzzyklus und Ausfallreserve bestimmen die endgültige Zahl.

03 Wann eignet sich AC-Laden für eine Flotte?

AC ist ein sinnvoller Ausgangspunkt, wenn die benötigte Fahrzeugenergie in das angeschlossene Parkfenster passt und das Bordladegerät die geplante Leistung aufnimmt. Fahrzeugmodell und Projektelektrodaten müssen das Ergebnis bestätigen.

04 Wann sollte eine Flotte DC-Laden abgleichen?

Abgleichen Sie DC für Fahrzeuge mit kurzer Wendezeit, Nachladebedarf während der Schicht oder einer Energielücke, die nicht in das nutzbare AC-Fenster passt. Bestätigen Sie vor der Auswahl DC-Aufnahme, Anschluss, Standortleistung und Betriebsbedarf des Fahrzeugs.

05 Kann gesteuertes Laden einen Transformatorausbau vermeiden?

Gesteuertes Laden kann gleichzeitigen Ladebedarf senken und an geeigneten Standorten bestimmte Ausbauten verschieben. Es belegt nicht, dass der bestehende Elektroanschluss ausreicht; Gebäudelast, Anschlussanlage und Netzbetreiberanforderungen müssen weiterhin schriftlich festgehalten werden.

06 Wie werden Fahrzeuge bei begrenzter Standortleistung priorisiert?

Ein Projekt kann frühere Abfahrten, größere verbleibende Energielücken oder betriebswichtige Fahrzeuge nach vereinbarten Regeln priorisieren. Der Zeitplan sollte anhand echter Tour- und Ladedaten in Betrieb genommen werden.

07 Was geschieht, wenn ein Fahrzeug verspätet zurückkehrt oder ein Ladepunkt ausfällt?

Der Betriebsplan sollte Ausnahmealarme, neue Prioritätszuordnung, Reservekapazität und ein Ersatzfahrzeug oder einen Ersatzladepfad festlegen. Die geeignete Reserve hängt von der Betriebsanforderung der Flotte und dem akzeptierten Ausfallrisiko ab.

08 Ist dies dasselbe wie die Planung eines Schwerlast-Lkw-Ladedepots?

Nein. Die Nachtplanung eignet sich für gemischte Rückkehrflotten mit Ladefenstern über Nacht oder zwischen Schichten. Nutzen Sie die Schwerlastdepotplanung für Zugmaschinen- und Anhängergeometrie, spezielle Hochleistungsanschlüsse, sehr hohen Energiebedarf oder besondere Kabelführung.

BEREIT, DIE NÄCHSTE ABFAHRT ZU PLANEN?

Erstellen Sie aus Ihrem Flottenplan eine konkrete Ladeanfrage.

Senden Sie den Fahrplan mit Ihrer Anfrage, damit Ladeleistung und Standortsteuerung auf jede Abfahrtsgruppe abgestimmt werden können.

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